Feier Einweihung Neubau und 10 Jahre MORG

Feier Einweihung Neubau und 10 Jahre MORG

Die Fertigstellung der neuen Schulräumlichkeiten und das Jubiläum 10 Jahre MORG waren für uns doppelt Grund zum Feiern.  Nach einem spannenden Vortrag zum  Thema „Fässer füllen oder Flammen entzünden“ von Reinhard Karl, dem Journalisten und Filmemacher von u.a. Treibhäuser der Zukunft erfolgte der Festakt unter Beisein von Landeshauptmann Stv. Mag. Dr. Christian Stöckl und dem Grödiger Bürgermeister Richard Hemetsberger. Durch den Nachmittag führten Schülerinnen des MORGs und auch die Interviews der Ehrengäste erfolgte durch zwei Schülerinnen und einen Schüler. Die Fragen bezogen sich natürlich auf bildungspolitische Themen, wie „Wo sehen Sie das MORG in der Salzburger Bildungslandschaft? Warum braucht die Schullandschaft auch Schulen mit einem besonderen pädagogischen Konzept? Wie stellen Sie sich die perfekte Schule vor? oder Wo sehen Sie den größten Investitionsbedarf hinsichtlich unseres Bildungssystems?“ Die Schulleiterin Mag. Wenzel-Anders sprach in Ihrer Begrüßungsrede über 10 Jahre MORG und aktuell brennende pädagogische Themen. Die Gründungsgeschichte des MORG und die Gedanken zum Umbau wurden von der Geschäftsführerin des Diakonievereines Frau Mag. Kothbauer zusammengefasst. Nach der ökumenischen Segnung durch Oberkirchenrat Mag. Karl Schiefermair und Generalvikar Mag. Roland Rasser gab es einen regen Austausch unter den Gästen beim Buffet vom Kulinarium Salzburg. Den Abschluss bildete ein ebenso interessanter wie lustiger Kabarettabend mit Ingo Vogl zum Thema „10 Jahre MORG aus der Vogl-Perspektive“.

Das MORG ging seit Anbeginn andere Wege – sei es mit dem methodisch-didaktischen Ansatz der Montessori-Pädagogik in der Sekundarstufe II, sei es mit Inklusion in der SEKII, mit einem späteren täglichen Schulbeginn (8:30 Uhr), sei es mit der Auflösung des Unterrichts in Freiarbeits- und Doppelstunden oder aber besonders nun mit dem Neubau, dessen Einweihung wir gleichzeitig mit dem 10-jährigen Jubiläum feiern.
 
Das architektonische Konzept spiegelt das Wesen der Schule wider: Weitblick sowohl in die Salzburger Bergwelt als auch metaphorisch gesehen im Sinne der Schulentwicklung.

Maria Montessori erkannte schon früh die Notwendigkeit ganzheitlichen Lernens. Ein wesentlicher Teil dieses ganzheitlichen Lernens betrifft den Raum als 3. Pädagogen. Die SchülerInnen müssen sich frei bewegen können, sich allein oder zusammen mit anderen einer frei gewählten Arbeit widmen und den Raum jederzeit verlassen können. Unser neu geschaffener Bereich für die täglichen Phasen der Freiarbeit entsprechen genau dieser Forderung. Neu geschaffen wurden auch eigene LehrerInnenbüros, wodurch jede Lehrkraft sich jederzeit ungestört den Vor- und Nacharbeiten widmen kann. Mit diesem Konzept werden wir auch hinsichtlich Architektur unserer Vorreiterrolle in innovativer Pädagogik gerecht.

Das MORG wurde ursprünglich einzügig (mit musisch-kreativem Schwerpunkt) gegründet. Die große Nachfrage hat uns veranlasst, einen zweiten Zug (mit dem Schwerpunkt globale Verantwortung) zu starten, vorerst noch mit der Notlösung von Containerklassen. Durch den großzügigen Aufbau eines zusätzlichen Geschosses mit über 1300 m² können alle acht Klassen (rund 200 SchülerInnen) plus vier LehrerInnenbüros (2 weitere Büros sowie die Fachräume befinden sich in den darunter liegenden Geschossen) rund um den Freiarbeitsbereich untergebracht werden. Der neue Mensabereich und eine großzügige Dachterrasse (ca. 100 m²) sind ebenfalls in diesem neuen Obergeschoss untergebracht.

Fotos: Friedrich Salis-Samaden

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